Back to Grand Bo – der etwas andere Gleitschirmwettbewerb

Während zehn Tagen versuchten wir fleissig so weit als möglich vom Startplatz am Lachat in Le Grand-Bornand wegzufliegen und ohne zu landen wieder in Grand Bo am offiziellen Landeplatz anzukommen. Wie wir feststellen durften, ein nicht ganz einfaches Unterfangen.

Back To Grand-Bo 2015 from maeva giacometti on Vimeo.

Die Organisation

Zum ersten Mal überhaupt veranstaltete das OK zusammen mit dem Tourismusbüro von Le Grand-Bornand, dem lokalen Gleitschirmclub „Les Ailes du Grand-Bornand“ und Certika diesen Wettbewerb. Ziel der Veranstaltung: Die Piloten wieder weiter nach hinten ins Tal zu locken und zu zeigen, dass es in der Region neben Annecy weitere sehr tolle Fluggebiete gibt, von deren Hängen aus sich tolle Streckenflüge machen lassen.

Der Wettbewerb

Während man an normalen Gleitschirmwettbewerben morgens am Briefing gespannt darauf wartet, was sich die Rennleitung für einen Kurs quer durchs umliegende Land ausgedacht hat, waren wir in der Routenwahl komplett frei. Die Aufgabe für diesen Wettbewerb war denkbar einfach: Flieg so weit weg, wie du kannst und komm wieder in Le Grand-Bornand landen. Die eigene Taktik war entscheidend. Die Wertung folgte als „Out and Return“ Flug.

Man konnte innerhalb der Wettbewerbsdauer beliebig viele Flüge einreichen. Wenn man am Start mal nicht den richtigen Zeitpunkt erwischte und schon wenig später wieder landen musste, durfte man einen weiteren Versuch starten.

Es gab drei Kategorien, die auf Grund der Streckung des Gleitschirms festgelegt wurden: Standard weniger als 5.7 Streckung , Performance mit 5.7-7 Streckung und Elite ab 7 Streckung.

In jeder Kategorie wurde ein Preisgeld für die besten zwei Piloten sowie die beste Pilotin ausgeschrieben.

Die Taktik

Wir starteten in der Kategorie Standard und stellten schnell fest, dass man mit unserer Kategorie Gleitschirm nicht die Route der stärkeren Klassen wählen konnte, da man sich dadurch schneller auf dem Boden der Realität wiederfand, als einem lieb war. Es hiess also die richtige Taktik am richtigen Tag zu kennen und beim Rückflug nicht die Nerven zu verlieren. Denn der weiteste Flug half nichts, wenn man den Rückflug verpatzte.

Bald hatten wir den Dreh nicht schlecht raus. An der Westflanke flogen wir Richtung Annecy. Den See konnten wir leider an keinem Tag queren, da der Gegenwind zu stark war und die Thermiken in Annecy wegen der stabilen Luftschichtung sehr schwach waren. Nachdem wir schon mindestens einen nicht so schlechten Flug in der Tasche hatten, machte sich auch im Kopf eine gewisse Ruhe breit, die uns erlaubte Querungen in Bedingungen zu meistern, die nicht optimal waren. So schafften wir schliesslich einen Flug über mehr als 63 km. Damit standen wir auf dem zweiten Platz in unserer Kategorie.

Leider wurde uns am letzten Wettkampftag der Flug aberkannt, da wir eine kleine Vogelschutzzone missachtet hatten. Anfängerfehler: Wir hatten mangels Internetanschluss die Schutzzonen nicht in unsere Varios geladen. So etwas doofes passiert uns sicherlich nicht mehr! Sorry liebe Vögel, war keine Absicht!

Der Event

Beinahe täglich trafen sich alle Piloten spätestens am Startplatz und verbrachten plaudernd das Warten auf den richtigen Moment zum Starten. Pierre Naville machte stets ein Wetterbriefing zusammen mit Charles Cassaux, einem der Elite Piloten, und beantwortete auch gerne Fragen zur besten Route und seiner Einschätzung der möglichen Schwierigkeiten des Tages. Währenddessen kümmerte sich Maeva mit viel Hingabe um die restlichen Fragen der Piloten sowie die mediale Aufbereitung des Anlasses. Den Start der Cracks begleitete sie oft mit ihrer Drohne, manchmal auch die Starts der anderen Piloten. Steuerte sie nicht gerade ihre Drohne, hielt sie das Geschehen mit der Kamera fest. Professionelle Unterstützung erhielt sie von Alex, einer Journalistin.

Nach der Hälfte der Wettbewerbstage trafen sich alle zum gemeinsamen Tagesabschluss in einer Dorfbar und resümierten die bereits erlebten Tage. Eigentlich hätten die Cracks eine detaillierte Analyse der bisher besten Flüge machen sollen, doch sie flogen an diesem Tag so weit, dass sie alle ziemlich erschöpft waren und die Party schon bald wieder verliessen.

Am letzten Abend fanden wir uns alle zur Siegerehrung im Gemeindehaus ein. Neben den Preisgeldern wurden noch Sachpreise der Sponsoren verlost. Als Entschuldigung für die kurzfristige Annullierung unseres Fluges erhielten wir einen schönen Reblochon (Weichkäse) aus der Region und Moritz gewann bei der Verlosung noch ein ultraleichtes Gurtzeug von Sup’air.

Das Fazit

Für uns war es trotz unserem Anfängerfehler ein sehr toller Wettbewerb, bei dem wir sehr viele Erfahrungen machen konnten. Für nächstes Jahr überlegt sich das OK weitere Programmpunkte wie Vorträge und ein ausgedehnteres Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Wir sind gespannt und freuen uns schon auf die zweite Auflage von Back to Grand Bo!

PS: Viele Dank an Meava Giacometti für viele der in diesem Bericht verwendeten Fotos und das Video!


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Dune de Pyla – ein Sandstrand zum Fliegen

Nicht nur die Chilenen haben eine grosse Sanddüne, an der ausgiebig geflogen und gepflügt wird. Was die Düne vor unserer Haustüre, an der Atlantikküste von Frankreich zu bieten hat, wollten wir herausfinden. Ein Erfahrungsbericht.

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Viele, viele bunte… Tücher

Nach unserem Kulturausflug nach Bilbao machten wir uns auf den Weg nach Frankreich. Die Atlantikküste mit ihren Sanddünen rief uns.
Das Fliegermekka an der Dune de Pyla stand bereits auf dem Programm. Nach der Düne in Iquique wollten wir wissen, was unser europäisches Pendant zu bieten hat. Wir wollten am eigenen Leib erfahren, weshalb Jahr für Jahr hunderte Schweizer und vor allem Deutsche Piloten den langen Weg an die französische Küste unter die Räder nehmen.
Kurz vor Dune de Pyla, im Dunstkreis von Biarritz, fanden wir aber erst noch einen Strand mit einer kleinen Düne zum Spielen. Leider lag etwas viel Schwemmholz herum. Um richtig die Sau rauslassen zu können, müsste man hier etwa einen Tag lang Holz beiseite schieben aber danach, oh lala! Labenne ist ein schöner kleiner Sandkasten und eine annehmbare Alternative zum Massenauflauf in Pyla. Bis Sonnenuntergang pflügten wir den Sand. Zum Schlafen verkrochen wir uns mit unserem Wohnmobil in eine kleine Seitenstrasse im Wald und hofften, dass uns „les Flics“ nicht entdeckten.

An der Düne quartierten wir uns auf dem Pyla Camping ein. Mit 18.- € pro Nacht der bisher teuerste Camping unseres Roadtrips und erst noch in der Nebensaison. Wifi kostete extra, 9.- € pro Tag und Person, da fiel uns der Entscheid bei E. Leclerc eine SIM Karrte für 14.- € inkl. 1 GB Daten zu kaufen sehr leicht!
Dafür war die Lage perfekt. Die Startplattform an der Düne erreichten wir in einer Minute zu Fuss. Sobald wir unseren Standplatz ausgesucht hatten, klemmten wir auch schon unsere Ausrüstungen unter den Arm und machten uns auf den Zauber einer Sanddüne zu erkunden.

Als wir die schiere Grösse der Düne zu unserer Rechten zu erahnen begannen, waren wir durchaus beeindruckt. Der Sand türmt sich an der Düne auf einer Länge von ca. 2.7 Kilometern über 100 Meter hoch und gegen 500 Meter breit auf. Gewaltig! Dass es sich um eine Wanderdüne handelt, wurde klar, als wir die Rückseite der Düne genauer betrachteten. Viele der Pinien, die unserem Camping Schatten spendeten, sind bereits bis über die Stamm-Mitte im Sand versunken.

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Die Düne „frisst“ den Pinienwald

Zurück zu Europas grossem Sandkasten für Männer und Frauen unter fliegenden Tüchern. Ein buntes Meer an Gleitschirmen breitete sich vor unseren Augen aus. Zum Glück ist die Düne so gross. Die Massen verteilten sich entlang der Flanke auf ein erträgliches Mass. Wir nahmen den langen Weg weg vom Tumult gerne unter unsere Füsse. Die Kunst bestand darin, den Schirm möglichst nie durch den Sand zu ziehen, sondern immer schön kontrolliert wie einen Drachen in der Luft zu halten und mit ein paar Hüpfern hinter dem Schirm her in die gewünschte Richtung zu traben.

Wir tollten drei Tage, stundenlang, durch den Sand und übten viel sogenannte Waggas, bodennahe Freestylemanöver wie Helilandung, Wingover und die Füsse durch den Sand ziehen lassen. Manchmal genossen wir auch einen kurzen Soaringflug, wenn der Pulk über dem fliegbaren Abschnitt der Düne nicht all zu dicht war. Abends schmerzten jeweils alle Bein- und Rumpfmuskeln sowie alle Körperstellen, die mit den Gurten des Gurtzeugs in Kontakt standen. Doch wir sanken mit einem glücklichen Lächeln in unsere Kissen und schliefen selig.

Bereits am ersten Tag sah ich einen Schirm, den ich noch von meiner Pilotenausbildung her kannte, den damals Anna gekauft hatte. Ich dachte erst, dass das wohl kaum möglich sei, dass sie hier ist, doch das Mädel, das sich unter dem Schirm bewegte, ähnelte ihr zu sehr. Und tatsächlich, Anna war aus der Schweiz für ein paar Tage an die Düne gereist und lernte fleissig ihren Schirm im Wind zu bändigen. Ein toller Zufall und wir verabredeten uns sogleich auf ein Abendessen am nächsten Tag.

Der Abend wurde dann leider davon überschattet, dass kurz vor unserem Rendezvous zwei soarende Piloten miteinander kollidierten. Einer überstand den Sturz beinahe unbeschadet während der andere von der Ambulanz ins Spital gebracht werden musste. Dennoch genossen wir die leckeren Pizzen und Muscheln und tratschten über Gott und die Welt, die ja ach so klein ist.

Die Bilanz unseres Ausflugs nach Pyla: Wer einmal da war, kommt wieder, alle anderen träumen zu Recht davon. Doch bei allem Spass, sollte man immer vorsichtig sein und nicht zu übermütig werden, sonst kann der tolle Ausflug schnell traurig enden.

Spanische Pyrenäen – fliehen vor dem Nordwind

Zu Beginn unseres Roadtrips herrschte in den Spanischen Pyrenäen starker Nordwindeinfluss. Dank diesem entdeckten wir einige kleinere Fluggebiete, die gegen Norden geschützt waren und in denen es sich wunderbar fliegen liess. Den Tandemschirm, den uns Vali netterweise aus der Schweiz mitbrachte, liessen wir zum ersten Mal seit Langem frische Luft schnuppern.

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Morgendliche Aussicht auf Berga

Von Spaniens Fluggebieten haben wir schon viele begeisterte Berichte gehört und gelesen. In unserem Micro Camper, einem Peugeot 208, machten wir uns daran diese zu besuchen. Schnell stellten wir fest, dass die Gleitschirmszene in Europa sehr viel anonymer ist, als jene in Südamerika. Die Kontaktaufnahme per Mail wollte hier nicht mehr so recht gelingen und so mussten wir jeweils vor Ort schauen, wie wir am Besten zum Startplatz hoch kommen.

Organyá– ein Tandem im Akrohimmel

Wir starteten in Organyá, dem Mekka für Akro Piloten, das aber auch als Gebiet für kleine Streckenflüge seinen Reiz hat. Jeweils Morgens, sobald am Startplatz Aufwind herrschte, machte ich meine ersten Flüge mit dem Tandem. Die Grösse der Tragegurte und des Schirms fühlten sich zu Beginn noch sehr ungewohnt an und beim Landen wollte mir das Durchbremsen nicht recht gelingen. Da musste noch einiges an Training vergehen, bevor ich mich mit meinem kleinen Lastesel an die Prüfung wagen konnte. Doch von Tag zu Tag wurde es besser.

Der Wind wehte in der folgenden Woche durchgehend von Norden. Viele bekanntere Fluggebiete in den Spanischen Pyrenäen sind in diesem Fall nicht fliegbar. Die Tipps von Gleitschirmpiloten in Organyá führten uns dann in die nordwindgeschützten Gebiete Amer, Sant Pere de Torellò und Avià/Berga.

Amer und Sant Pere de Torellò – die nordwindgeschützten Perlen

In Amer trafen wir uns mit unserem Freund Christian, den wir in Famatina in Argentinien kennengelernt haben. Er arbeitet den Sommer über in Lloret de Mar und spart für seine Reise nach Neuseeland. Gemeinsam genossen wir die ruhigen Soaringbedingungen des kleinen Hügels mit der grossartigen Aussicht auf das breite Tal.

Am nächsten Tag verabredeten wir uns für einen Flug in Sant Pere de Torellò mit Christian und seinen Kumpels. Anscheinend sollte dort ein Lauf der spanischen Gleitschirmmeisterschaft ausgetragen werden.
Der Himmel versprach mit seinen grauen Schleiern keinen Hammertag. Als wir am Startplatz ankamen, war die Stimmung bei den an der Meisterschaft teilnehmenden Piloten denn auch eher zurückhaltend. Einige wagten dann doch ihr Glück und siehe da, selbst durch die grauen Schleier konnten sich schwache Thermiken ausbilden und mit viel Geduld konnte sogar der Startplatz überhöht werden. Nach und nach starteten alle Wettkampfpiloten und als das Startfenster öffnete, waren beinahe alle in der Luft. Ich wagte mich gegen Nachmittag auch noch in die Luft und genoss einen sehr ruhigen Flug.

Tags darauf versuchten wir noch ein Mal unser Glück, mussten aber nach etwas mehr als einer Stunde wegen sich auftürmenden Wolken landen gehen. Wir hofften sehr, dass uns irgendwann ein barmherziger Autofahrer mit zu Startplatz hochreiten lassen würde. Nach fast einer Stunde Fussmarsch hielt schliesslich ein Auto an und nahm uns für den Rest der Strecke mit. Kaum hatten wir die Autotür geschlossen, begann es zu regnen.

Avià – Zwei Schweizer auf Umwegen

In Avià wollten wir den Startplatz zu Fuss erklimmen. Bei der lokalen Flugschule, Volem, erkundigten wir uns nach dem Weg und informierten uns gleichzeitig über die Besonderheiten des Gebiets. Frohen Mutes zottelten wir in der stärker werdenden Sonne Richtung Startplatz. Die ersten paar Wegpunkte fanden wir ohne Probleme. Doch kurz bevor die Steigung richtig einsetzte, fanden wir die Abzweigung auf den richtigen weg nicht. Während fast zwei Stunden suchten wir vergeblich nach dem Weg, der uns an den Startplatz Maria 2 bringen würde. Ziemlich frustriert und ohne Idee, wo der Weg hätte abbiegen sollen, kehrten wir wieder zurück. Bei Volem liessen wir uns dann auf Google Maps den Anfang des Aufstiegs zeigen: Er befand sich etwa 50 m weiter rechts von dort, wo wir intensiv gesucht hatten.

Am nächsten Tag starteten wir einen erneuten Versuch und tatsächlich; weiter rechts am Waldrand entdeckten wir einen schmalen Trampelpfad, der uns auf den Berg führte. Der weitere Weg war sehr gut markiert und so wundern wir uns noch heute, weshalb der Wegbeginn denn nicht besser ausgeschildert ist.

Liebling ich habe den Camper geschrumpft

Wir wussten, dass leben und reisen in Europa  teuer sein wird. Wie teuer, wurde uns erst bewusst, als wir uns vor Augen führten, was denn eine Nacht auf dem Campingplatz pro Person kostete. Lest hier die Geschichte, wie wir entdeckten, dass wir eigentlich einen Camper gemietet haben.

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Das… ist auch ein Camper!

Seit wir Barcelona verlassen hatten, schliefen wir ausschliesslich im Zelt. Entweder wild am Landeplatz oder auf einem Camping. Als wir in der Umgebung von Berga und Avià nach einem Campingplatz suchten wurden wir schnell fündig. Leider entsprach der Preis pro Nacht mit gegen 20.- € überhaupt nicht unserem Budget. Wir suchten danach auf furgovw.org nach einem Übernachtungsplatz für Campervans. Die Spielregeln für solche Übernachtungen sind einfach:

  • Es darf nicht nach Campieren aussehen
  • Kein Zelt aufschlagen, keine Stühle aufstellen…
  • Man muss nach 48 Stunden wieder weiterziehen

Auf dem Berg hinter Berga war auf der Karte von Furgovw ein Übernachtungsplatz eingetragen, der sogar über Wasser und eine Toilette verfügte. Oben angekommen, stellten wir fest, dass man hier auf keinen Fall ein Zelt hätte aufbauen können, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Es handelte sich nämlich um den Besucherparkplatz des Sanctuario. Nach einer kleinen Erkundungstour rund um das Sanctuario kochten wir gemütlich unser Abendessen.
Danach machten wir uns daran unser Auto zum Schlafwagen umzubauen. Die Vordersitze lassen sich recht weit nach hinten legen und bilden dadurch eine beinahe horizontale Fläche. Den Absatz zwischen Sitz und Rückenlehne polsterten wir mit Jacken aus. Unsere Duschtücher klemmten wir als Vorhang in den Fenstern ein. Zusammen mit Schlafsack und Kopfkissen fanden wir uns alsbald in einem kuscheligen Microcamper wieder. Bequemer als alle Nächte, die wir in Südamerikas Fernbussen verbracht haben war es allemal. Man kann jetzt behaupten, wir seien durchaus anspruchslos geworden. Für uns stellt sich diese Frage jedoch kaum und wenn wir seither vor der Wahl zwischen einer kalten Nacht im Zelt oder einer kuschel warmen Nacht im Auto standen, zogen wir immer das Auto vor.