Cusco – Start ins Inka-Abenteuer

Wie immer stapften wir vollbepackt aus dem Busterminal. Dieses lag auch in Cusco in einem eher heruntergekommenen Stadtteil. Draussen empfingen uns sogleich die Taxifahrer. Für völlig überteuerte Preise wollten sie uns in die Stadt fahren. Wir wussten genau, wo hin wir wollten und fragen nach dem Preis, um ins Hostal Estrellita zu fahren. Das sei nicht möglich, weil man dazu über den Plaza des Armas fahren müsse und dieser gesperrt sei, meinte der Taxifahrer. Aber er wisse ein anderes, gutes Hostel in einer anderen Ecke der Stadt. Wir bestanden darauf ins Estrellita zu gehen, der Fahrer beharrte auf seinem Vorschlag und zu einem überteuerten Preis obendrein. Wir beschlossen, zu Fuss bis zum Hostel zu laufen, auch wenn es mehr als eine halbe Stunde dauern würde. Als wir leicht genervt davon zogen, lenkte der Täxeler auf einmal ein und wollte nun plötzlich sehr gerne für die Hälfte seines ursprünglichen Preises zu unserem Hostel fahren. Wir blieben stur und nahmen den Weg unter die eigenen Füsse. Manchmal reisst einem mit den Taxifahrern hier in Peru der Geduldsfaden.

Cusco als Stadt gefiel uns recht gut. Die Preise für auswärts essen waren im Zentrum zwar relativ hoch. Dafür bezahlten wir für das Hostel inklusive Frühstück nur 15 Soles, was etwa 5 Franken entspricht. Einziger Nachteil, vor allem für mich: Es gab in keinem einzigen Zimmer eine Heizung und so fror ich an Tagen ohne Sonne munter vor mich hin. Zum Glück gab es nicht viele solche Tage. Zum Thema Heizung muss ich noch erwähnen, dass es hier sehr unüblich ist eine zu haben. Und Doppelverglasung ist auch ein Fremdwort. Ich war davon doch eher erstaunt, schliesslich liegt Cusco auf 3600 m ü. M.

Die Gleitschirm Szene ist in Cusco sehr klein. Es gibt lediglich eine Hand voll Solopiloten und noch einmal so viele Tandempiloten. Zusammen mit Martin, unserem Österreichischen Fliegerkollegen, verabredeten wir uns mit Patrick, der uns in seinem Pick-up zum Startplatz Cerro Sacro mitnahm. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde, das Wetter machte uns einen fetten Strich durch die Rechnung. Dichte Wolken ballten sich bedrohlich über unseren Köpfen. Unverrichteter Dinge fuhren wir wieder in die Stadt zurück. Am Tag darauf zogen Moritz und ich ohne Gleitschirm los, um die Wanderung von Cachora über Choquequirao nach Machu Picchu unter die Füsse zu nehmen.

Nach unserer Rückkehr unternahmen wir noch einmal einen Flugversuch am Cerro Sacro. Da Patrick über Nacht im Valle Sagrado weilte, mussten wir mit einem Micro zum Dorf unterhalb des Cerro fahren. Vom Hostelvater liessen wir uns erklären, wie wir zur richtigen Micro Station kommen können. Als wir ankamen, rechneten wir schon damit, dass wir jetzt eine halbe Ewigkeit darauf warten müssen, dass sich der Minivan füllt, schliesslich war Sonntagmorgen früh. Das Micro war erstaunlich schnell voll, keine zehn Minuten später fuhren wir auch schon los.

Mitten in der Pampa, etwa vier Kilometer von besagtem Dorf entfernt, setzte uns das Micro am Strassenrand der Hauptverkehrsachse ab. Wie hungrige Mücken warteten dort bereits einige Taxifahrer auf Kundschaft und umschwärmten uns, sobald wir einen Fuss aus dem Micro gesetzt hatten. Wir haben uns jedoch an dieser Strasse mit Patrik verabredet, der auch etwa zehn Minuten später mit seinem Wagen angebraust kam.

Am Startplatz trafen kurz nach uns einige Tandempiloten ein. Gemeinsam schwangen wir uns in die Lüfte. Während mich das nahe Kabel einer Tirolienne so nervös machte, dass ich mich nicht wagte nahe am Hang den dynamischen Aufwind zu nutzen, glitt Moritz während etwa 20 Minuten im schwachen Aufwindband dahin. Derweil ging ich im Ort unten landen. Dabei entdeckte ich auch den genauen Ursprungsort des Kabels und verfluchte  mich, dass ich nicht oberhalb davon noch etwas gesoart habe. Nun, die Sicherheit geht vor. Ich landete unten im Ort auf einer grossen Wiese, wo auch schon Patrik hingeflogen war und nun von acht Kindern umringt wurde, die ihm beim Packen des Schirms helfen wollten.

Zum Mittagessen fuhren wir auf den Sonntagsmarkt ein paar Dörfer weiter. Dort gab es leckere, ganze Forellen aus dem Ofen für umgerechnet ca. 2.70 SFr. Ein richtiger Festschmaus! Am Nachmittag versuchten wir noch einmal uns in die Luft zu schwingen, mussten aber unser Vorhaben wegen zu starkem Wind aufgeben.

Von Cusco sonst haben wir nicht sehr viel mitbekommen. Die Plaza des Armas und den Markt haben wir besucht. Am Markt gab es günstiges und super leckeres, ohne-böse-Folgen, Cevice. Das ist eine peruanische Fischspezialität, man könnte fast sagen das peruanische Sushi. Es besteht aus rohen Fischfiletstücken, die zusammen mit Zwiebeln und Kräutern in viel Zitronensaft mariniert und dadurch gegart werden. Dabei bleibt der Fisch schön saftig, ist aber nicht mehr ganz roh und kann deshalb ohne Bedenken gegessen werden.

Unseren letzten Abend genossen wir in einem Luxushotel. Die Übernachtung habe ich von meiner lieben Schwester zum Geburtstag geschenkt bekommen. Beim Aussuchen des Hotels gab es drei massgebende Kriterien: Eine Heizung, eine Badewanne und ein super Frühstücksbuffet. Schliesslich fanden wir eine tolle Suite im Hotel Tambo del Arriero. Die Heizung funktionierte zwar erst nach 17:00 Uhr, aber dafür gab es eine Badewanne mit Sprudelfunktion.

Juhui, endlich mal wieder ein warmes Bad geniessen. Nach den letzten paar Wochen, in denen ich nachts regelmässig noch ein bis zwei Stunden wachgelegen bin, bis ich unter all meinen Decken warm hatte, war das eine wohltuende Abwechslung, auch wenn es sicher umweltschonendere und ressourcenärmere Lebensweisen gibt, ich genoss den Luxus in vollen Zügen und schämte mich nicht dabei. Merci Vali!!!

Arequipa und Colca Cannyon

Arequipa wird auch die weisse Stadt genannt. Dies weil die Häuser der Altstadt alle aus weissem, porösen Vulkanstein gebaut wurden. Auf einer Free Walking Tour an einem unserer ersten Tage dort konnten wir uns die architektonischen Meisterleistungen die an den alten Herrenhäusern und unzähligen Kirchen vollbracht wurden ausgiebig zu Gemüte führen. Dazu gab’s noch Einblicke in die lokale Küche, die Produktion von Lama und Alpaka Wolle und am Schluss ein Pisco Sour Tasting. Ein rundum gelungener Nachmittag. Sophie, Aless und Lucie waren gleichzeitig wie wir auch in Arequipa und wir verabredeten uns für den Abend um Sophies Geburtstag zu feiern. Wir waren etwas unschlüssig in welchem Restaurant wir essen gehen sollten, entschieden uns dann aber für das mit dem besten Happy Hour Angebot. Das Essen war aber auch super lecker. Zum Dessert lud uns dann eine Gruppe peruanischer Anwälte vom Nebentisch zu einer Runde weiterer Drinks ein. So ging die Nacht dann weiter bis wir mit ziemlicher Schlagseite zurück ins Hotel wankten, froh darum, dass das Stadtzentrum von Arequipa auch nachts sicher ist.

Eigentlich wollten wir vom 5800 Meter hohen Vulkan Misti nahe der Stadt fliegen. Allerdings müsste man Essen, Wasser für 2 Tage Zelt und Gleitschirmausrüstung bis zum Gipfel schleppen, oder eine geführte Tour buchen. Mit dem schweren Gepäck trauten wir uns den Aufstieg alleine nicht zu. Lust auf eine geführte Tour hatten wir auch nicht. Davon hatten wir in Bolivien genügend gemacht.
In der Umgebung von Arequipa gibt es zum Glück aber noch anderes zu sehen.
Der Colca Canyon ist eine der tiefsten Schluchten der Welt und lockt viele Touristen an, die zum Grund des Canyons wandern und in einer grünen Oase in ziemlich Luxuriösen Hotels übernachten, bevor sie nach ein oder zwei Tagen wieder zurück reisen. Die Wanderung muss wunderschön sein. Wir wollten aber lieber von den umliegenden Bergen Fliegen und so die Aussicht in den Canyon geniessen. Mit dem öffentlichen Bus fuhren wir bis Cabanaconde und übernachteten in einem Hotel. Am nächsten morgen früh fuhren wir mit anderen Touristen zum Aussichtspunkt „Cruz del Condor“, wo man am Morgen immer Kondore beobachten kann. Im Internet hatte Eli von einem Typen gelesen der dort von etwas weiter oben geflogen sei. Er empfahl früh zu starten und nicht in den Canyon einzufliegen, weil er weiter unten sehr schmal wird und die Luft extrem turbulent. Bei der Ankunft am Aussichtpunkt wollte eine Frau von uns die 70 Soles einkassieren, die man für den Eintritt in den Canyon bezahlen muss. Dieses Ticket wäre dann auch 10 Tage gültig für die ganze Umgebung. Nach längeren Diskussionen zahlten wir schlussendlich nur den Preis für Peruaner von 20 Soles. Viel mehr hätten wir auch nicht dabei gehabt. Wir wanderten für eine Stunde die Bergflanke hinauf bis wir einen halbwegs akzeptablen Startplatz fanden. Zwischen den Büschen legten wir unsere Schirme aus. Zum Starten brauchten wir einige Versuche. Die Vegetation krallte sich hartnäckig an unseren Leinen fest. Zum Glück hält der KEA was aus! Da wir so früh starteten gab es auch noch keine nennenswerten Aufwinde und wir sanken recht schnell in Richtung Landeplatz. Als wir über die Kante des Canyons flogen und sich uns die Aussicht zum Grund auftat wurden wir uns erst der Ausmasse dieser Schlucht bewusst. Wir waren froh, konnten wir 100 Meter unter dem Aussichtspunkt auf den Feldern landen und mussten nicht am Grund nach Landeplätzen suchen.

Der Aufstieg zurück zum Aussichtspunkt wurde dann auch noch zum Abenteuer. Wir konnten den Pfad nicht finden und mussten gerade den steilen, steinigen Hang raufklettern. Ohne die Wanderstöcke wäre dies unmöglich gewesen. Oben an der Strasse warteten wir gerade mal 5 Minuten, bis uns eine nette Familie bei sich im Auto mitfahren lies. Im nächsten Dorf stiegen wir aus um uns etwas in den dortigen heissen Quellen zu entspannen. Während wir im warmen Wasser plantschten zog ein grosses Gewitter über die Schlucht und der Blitz schlug mehrmals ziemlich nahe ein. Zum Glück hatte das Thermalbad ein Dach über dem Becken, so fühlten wir uns halbwegs sicher. Die Heimreise machten wir in einem Minibus, weil die Reisebusse alle ausgebucht waren. An unserem Fahrer ist ein Formel 1 Star verloren gegangen. Er überholte alles und jeden, ob bei Nebel oder in unübersichtlichen Kurven. Schlussendlich waren wir froh, als wir heil wieder in Arequipa ankamen und aussteigen durften.

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Thermen mit Regendach

Tags darauf war Ostersonntag, wo in Arequipa jedes Jahr bei Sonnenaufgang die Cuemada de Judas, also die feierliche Verbrennung des Judas, stattfindet. Jedes Quartier feiert sein eigenes Ritual. Wir entschieden uns für die grösste und traditionellste Veranstaltung. Als wir um 6 Uhr morgens ankamen war gerade der Gottesdienst beendet und wir dachten schon gerade im richtigen Moment angekommen zu sein. Weit gefehlt. Bis zur Verbrennung vergingen dann noch mal zwei Stunden. Zuerst wurde die Statue der Jungfrau Maria in einer riesigen Prozession einmal um den grossen Platz getragen, danach hielt jemand eine Rede von 45 Minuten, wo er erzählte was alles schief läuft in Peru. Glaubt uns, da gibt es viele Dinge! Die eigentliche Verbrennung der Judasfigur war dann kurz aber heftig. Die mit viel Feuerwerk gefüllte Figur wurde von einem richtigen Sprengmeister angezündet und mit vielen Explosionen ging sie innerhalb 5 Minuten in Rauch auf. Die Leute Applaudierten ausgiebig und dann verzogen sich alle ziemlich schnell. Nicht von der grossen Party die uns versprochen wurde. Auf dem Weg zurück zum Hotel kamen wir noch in einem anderen Quartier vorbei. Dort schalte laute Musik aus den Strassen, die Leute waren am Tanzen und Bier trinken. Das war dann schon mehr so wie es uns erzählt worden war. Wir gesellten uns dazu und gönnten und auch einen Frühschoppen. Die Leute hatten definitiv schon länger gefeiert. Um 11 Uhr morgens konnten einige kaum mehr gehen. Es wurde eifrig in Hauseingänge gepinkelt und einige liessen sich das flüssige Frühstück noch einmal durch den Kopf gehen. Eine gelungene Party halt. 😉

Smartphone Apps, Computerprogramme und Webseiten für Backpacker Reisen

In den fünf Monaten die wir unterwegs sind, haben uns einige Applikationen, Programme und Webseiten geholfen, uns an neuen Orten zurechtzufinden und die vielen anfallenden Infos wenigstens etwas zu organisieren. Gerade in fremden Ländern, wo man oft nur im Hostel Internet hat und dann meistens unzuverlässig oder langsam, gibt es einige kleine Helferlein, Tipps und Tricks, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Alle Websites und Apps die wir hier vorstellen sind gratis erhältlich, bis auf Whatsapp, dass glaube ich 1$ kostet aber diesen Preis 100-fach wert ist.

Computerprogramme

Picasa

Wenn man so lange reist wie wir, ist es wichtig die vielen Fotos die durch, Kameras, Smartphones und GoPros entstehen laufend zu sortieren. Picasa erlaubt uns zusätzlich kleine kosmetische Korrekturen, sowie das Taggen nach Themen, exportieren in verschiedenen Grössen und Favorisieren von Fotos. Die Favoriten lassen wir automatisch mit der Google Cloud synchronisieren. So sind die wichtigsten Bilder sicher vor Verlust geschützt.


Apps für Smartphones und Tablets (Android und IOS)

Evernote (Android + IOS)

Perfekt für jede Art von Notizen. Ob Reisetagebuch oder die besten Geheimtipps für die nächste Stadt oder das nächste Land, die wir im Hostel von anderen Reisenden aufschnappen. Alles wird in Evernote gespeichert, kann nach Themen getagt und ganz einfach durchsucht werden. Neben Text, kann man auch Bilder, zum Beispiel von Visitenkarten speichern.

Dropbox (Android + IOS)

Versicherungsbestätigungen, Kopien von Pass und Identitätskarte, Liste mit wichtigen Telefonnummern, alle diese Dinge und viel mehr speichern wir in der Dropbox Cloud und haben so von überall auf der Welt Zugriff, wenn wir nur Internet haben. Die Mobile App speichert einmal angesehene Dateien im Cache, so sind sie dann sogar offline verfügbar. Zusätzlich lassen wir unsere mit dem Smartphone gemachten Bilder automatisch sichern, sobald das Telefon mit einem WiFi verbunden ist. Eine Sicherheit mehr, falls das Gerät verloren gehen sollte oder gestohlen wird.

Google Maps (Android + IOS)

Wo bin ich? Wo ist unser Hotel? Wo ist der Busbahnhof? Dafür ist Google Maps gemacht. Karten für bestimmte Orte lassen sich vorgängig offline speichern und Hotels oder wichtige Plätze als Favoriten hinzufügen. Nur navigieren geht offline nicht. Dafür empfehlen wir NavFree weiter unten in diesem Bericht

Whatsapp (Android + IOS)

Oft ist ein Kontakt nur über seine Telefonnummer erreichbar. Nun kannst Du entweder eine lokale SIM Karte kaufen, viel Geld für Roaming ausgeben oder wenn du irgendwo ein WiFi findest kurz Whatsapp öffnen. Die meisten Leute hier haben, wie bei uns zuhause auch Whatsapp. Neu kann man mit der App sogar telefonieren.

Tinder (Android + IOS)

Tinder ist eine Flirt App, die es erlaubt mit Leuten in deiner Nähe in Kontakt zu treten. Wir benützen sie aus nahe liegenden Gründen selber zwar nicht aber haben schon viele Alleinreisende kennengelernt die darauf schwören. Dabei muss es nicht immer nur um Sex gehen. Du hast es satt mit anderen Backpackern im Hostel Bier zu trinken, möchtest dein Spanisch etwas aufbessern und die lokale Kultur etwas besser kennen lernen. Warum verabredest Du dich nicht über Tinder mit jemandem aus der Stadt, wo du dich gerade aufhältst?

Couchsurfing (Android + IOS nur online über Browser)

Bei Couchsurfing geht es nicht nur darum eine gratis Übernachtungsmöglichkeit zu finden (obwohl das ja auch schon ziemlich toll ist). Viel wichtiger sind die Kontakte und Geheimtipps, die du von deinem Host erhalten kannst. So tauchst du viel tiefer in die Kultur ein die du besuchst. In vielen Städten organisiert die extrem aktive Couchsurfing Community auch Viele Events.

Navfree (heisst neu NAVMII) (Android + IOS)

Navfree bietet gratis offline Karten und Routing für fast alle Länder der Welt. Es gibt eine Version für die USA und eine für den Rest der Welt. Wir haben die App nur im Miami getestet. Dort waren die Karten super aktuell und das Routing gut.

Screenshot
Keine App im eigentlichen Sinn aber eine tolle Funktion um einen Kartenausschnitt oder die Adresse des Hotels, das du gerade gesucht hast, offline verfügbar zu machen. Einfach kurz einen Screenshot machen, den du dann später ansehen kannst.


Websites

wikitravel.org

Wikitravel ist eine Webseite mit Reiseführern, die von Reisenden selbst bearbeitet werden könnnen. Deshalb ist sie viel aktueller als jeder Reiseführer, den du im Laden kaufen kannst. Wir benützen die Seite vor allem um ein Gefühl für den neuen Ort zu kriegen und die ungefähren Preise für Hotels, Busse und Taxis zu erfahren.

airbnb.com

Hast Du genug von Hostels und willst dich mal wieder irgendwo zuhause fühlen? Bei Airbnb vermieten viele Private Wohnungen oder Zimmer. Sehr gut auch für Gruppen und in Städte, wo Hotels teuer sind.

Falls übrigens jemand einmal eine Übernachtungsmöglichkeit in Bern sucht, können wir dieses Angebot im Herzen der Altstadt wärmstens empfehlen!

hostelbookers.com

Viele Hostels sind nicht über Bookingseiten zu finden. Für uns hat Hostelbookers aber immer die grösste Auswahl bereit gehabt

booking.com

Falls ihr einmal was anderes als ein Hostelbett wollt. Dank den Spezial Deals sind Hotels auf Booking.com manchmal sogar konkurrenzfähig zu Hostels, besonders in grossen Städten.


Paraglidingspezifisch

Facebook und google Suche nach Seiten: parapente + ort

Wenn Du in einem neuen Gebiet nach anderen Piloten suchst hilft meistens eine Suche in Facebook oder Google. Fast alle Clubs oder Tandemfluganbieter haben heute am einen oder anderen Ort eine Seite wo du sie dann auch kontaktieren kannst.

paraglidingmap.com

Gibt dir einen guten Überblick über die Fluggebiete in der Nähe und zeigt auch gleich, ob man im Moment dort fliegen kann.

paraglidingearth.com

Eine weitere Fluggebiet Datenbank. Oft finden sich viele Infos, Fotos und Kontakte.

paragliding365.com

Noch eine Datenbank mit Fluggebieten. Wir schauen uns meist alle an. Die Infos sind nicht bei allen gleich detailliert.

Leonardo Internationale Flugdatenbank

oder die Südamerikanische Version

xcontest.org

Die diversen Flugdatenbanken helfen uns mit Ideen für lange Flüge.

xcplanner.appspot.com

XCPlaner läst einen neue Routen planen und ein Gebiet vorgängig auf Streckenflugpotential analysieren.

windity.com

Wunderschön animierte Windvorhersage. Zumindest hier in Südamerika sogar sehr genau.

meteoblue.com

Die Wettervorhersage ist das wichtigste Werkzeug zur Flugplanung. Meteoblue hat uns auf der ganzen Welt schon verlässliche Wettervorhersagen geliefert.


Wir hoffen mit dieser Liste dem Einen oder Anderen bei der Reisevorbereitung oder auf der Reise behilflich zu sein.

Habt ihr eine Lieblings App oder eine Webseite, die ihr immer verwendet, die extrem hilfreich, oder einfach cool ist. Teilt sie mit uns in den Kommentaren!

Von La Paz nach Arequipa

Unsere letzte Bolivianische Destination war das Städtchen Copacabana am Titicacasee. Dies ist übrigens das echte Copacabana. Der Brasilianische Strandname ist nur eine Anlehnung wegen der Ähnlichkeit.

Weil unser Visum am Tag der Ankunft ablief, war ein kurzer Besuch vorprogrammiert. Wir entschieden uns allerdings eine Nacht zu bleiben und eine Busse von 20 Bolivianos (3 CHF) für einen Tag eigenmächtige Visumserlängerung zu riskieren. So bot sich uns auch noch die Möglichkeit für einen Hike and Fly Versuch vom Hügel hinter dem Städtchen. Nach dem Einchecken im Hostal Central und anschliessender Besichtigung des Landeplatzes auf der Strandstrasse (etwas entfernt vom Städtchen, um allen Kabeln auszuweichen) schulterten wir unsere Ausrüstungen und liefen los. Während der Wanderung sah alles sehr vielversprechend aus und über der Bergkuppe bildeten sich Thermikwolken. Leider war der offizielle und sehr kurze Startplatz bei unserer Ankunft um 16:30 Uhr im 90° Winkel angeströmt. Also hiess es erst einmal Alternativen suchen, was sich gar nicht so einfach gestaltete. Überall war alles voll mit grossen Steinen, Büschen und scharfkantigem Abfall. Als wir uns auf das kleinste Übel geeinigt und unsere Schirme ausgelegt hatten, hatte sich auch das letzte Lüftchen verzogen und an ein Starten ohne Aufwind war an diesem Ort und auf über 4000 Metern nicht zu denken. Also wechselten wir wieder auf den kurzen und steilen offiziellen Startplatz, welcher dafür frei von Hindernissen war. Dort herrschte aber schon so viel Rückenwind, dass kein Startversuch fruchtete.

Leicht geknickt packten wir unsere Schirme zusammen und wurden vor dem Runterlaufen im Eindunkeln wenigstens noch mit einem spektakulären Sonnenuntergang belohnt. Unten angekommen gönnten wir uns in einem der vielen Restaurants die lokale Spezialität Trucha, Forelle direkt aus dem Titicacasee. Ein erneuter Hike and Fly Versuch am nächsten Morgen wurde durch den anhaltenden Regen im Keim erstickt und auch die Isla del Sol hatte so keinen Reiz für uns, darum stiegen wir in den nächsten Bus Richtung Puno in Peru.

Nach 10 Minuten kam auch schon die Grenze und für uns der Moment unser Pokerface aufzusetzen. Wir wissen nicht ob es der verschwommene Eingangsdatumstempel im Pass war, ob der nette Herr am Schalter einfach nicht rechnen konnte oder aber ob er dachte von 1.3. – 31.3. sei ja noch der gleiche Monat und darum ok, jedenfalls wurden wir beide problemlos durchgewunken. In Puno angekommen kauften wir unsere Fahrkarte nach Arequipa mit Econociva für 20 Soles. Beim Einsteigen in diesen Bus wurden wir wie alle anderen Passagiere gefilmt und mit einem Metalldetektor durchsucht. Es scheint in Peru immer wieder vor zu kommen, dass Passagiere ganze Busse ausrauben oder entführen. Das fing ja schon mal gut an. Im Bus trafen wir dann auf ein Pärchen, welches schon seit Copacabana mit uns unterwegs war und die die ganze Reise bis Arequipa in einer Fahrkarte gebucht hatten. Sie hatten locker das Doppelte für ihr Ticket bezahlt, fuhren aber alles in den gleichen Bussen wie wir. In Copacabana wird einem ein Luxusbus versprochen aber im Endeffekt wird man dann einfach auf den günstigsten Bus gebucht und der Profit streicht der Anbieter ein. Trotz dem billigsten Bus kamen wir nach Sechs Stunden wohlbehalten, ohne Überfall und mit all unserem Gepäck in Arequipa an.