Bei unserer Ankunft in Kuala Lumpur dachten wir noch, der grau verhangene Himmel sei eine vorübergehende Angelegenheit. Bald schon stellten wir fest, dass wir uns wohl etwas länger gedulden müssen, um wieder blauen Himmel zu sehen. Von einem Flug am Hausberg der Stadt liessen wir uns dennoch nicht abbringen.
Sieht aus wie Hochnebel, stinkt aber nach kaltem Rauch. Haze in Kuala Lumpur
Denkt man an Malaysia erfreut man sich in Gedanken meist an hellen Sandstränden mit Palmen und türkis blauem Meer. Dass dies auf die Hauptstadt eher nicht zutreffen wird, davon gingen wir aus. Das Bild, das sich uns aber bot, als wir aus dem Flieger und später aus der Metro stiegen, glich eher dem tristen Herbstwetter, dem wir soeben in Europa entflohen waren; nur 30°C wärmer.
Eli war nach 14 Stunden Flug ohne Schlaf ziemlich fertig.
KL Tower
Petronas Towers
Street Art
Juhui, man sieht die Sonne!
Unser Büro im Aufenthaltsraum des Hostels
Schnell lernten wir, dass es sich bei diesem Nebel um mensch-gemachte Luftverschmutzung handelt, die von den riesigen Brandrodungen in Indonesien herrühren. Die Luft roch auch stets nach kaltem, abgestandenem Lagerfeuer. Das Atmen fiel uns schwer. Die Schulen wurden geschlossen, weil die Kinder nicht der gesundheitsschädigenden Luft ausgesetzt werden sollten.
Mit der Metro fuhren wir zu den Batu Caves
Den Weg zu den Batu Caves muss man sich verdienen.
Erst muss man sich an der riesigen goldenen Statue vorbei wagen,…
… dann unter all den Gottheiten durch schreiten…
… und schliesslich eine richtig lange Treppe hochlaufen.
Die Treppe wird von vielen Affen bewohnt, die einem gerne ihr Gebiss zeigen, wenn man hnen zu nahe kommt.
Blick in die Batu Caves.
Zum Glück stand die Regenzeit bevor. Durch die Regenfälle am Nachmittag wurde die Luft wenigstens etwas gesäubert. Dank dem konnten wir dann auch mal einen Ausflug zum Hausflugberg der Stadtbewohner von Kuala Lumpur wagen.
Netterweise wurden wir von Yousman an einer Metro Station abgeholt und mit dem Auto ins Fluggebiet gefahren. Die Sichtverhältnisse waren weiterhin nicht bombastisch. Als wir am Startplatz ankamen, konnten wir das Landefeld ca. 250 Meter unter uns nur knapp erahnen. Wir wagten uns dennoch in die Luft. Der Flug war dann mangels Thermik leider von sehr kurzer Dauer, aber war irgendwie trotzdem etwas besonderes. Die Stimmung war ziemlich mystisch und als wir den Landeplatz überflogen, stellten wir schnell fest, dass die Sicht 100 Meter tiefer zum Landen problemlos ausreichte.
Blick vom Landeplatz auf den Startplatz. Na ja, Weitsicht ist anders.
Wo ist jetzt genau der Landelatz?
Hm…
Moritz schwingt sich dennoch in die Luft
Eli im Landeanflug.
Blick vom zweiten Startplatz in Jugra gegen den Landeplatz. Wir sind dann doch nicht geflogen, die feuchten Verhältnisse machten uns die Entschiedung einfach.
Die nächsten Tage in Kuala Lumpur verbrachten wir dann vorwiegend damit, einige Stadtbummel zu den Sehenswürdigkeiten zu machen und im Hostel unseren Blog zu bearbeiten, schliesslich waren wir während dem sonnigen Wetter in Europa kaum dazu gekommen, über unsere Erlebnisse zu schreiben. Dies konnten wir nun getrost nachholen.
Im Stadtteil Bukit Bintang…
… bei Nacht…
trafen wir uns mit Rico und Chantalle zum Nachtessen und …
… anschliessenden Schlumertrunk.
Dabei blieb es aber nicht, wir durften uns noch die Wohnung der beiden anucken…
wir finden, die Aussicht…
… von der Dachterrasse ihres Wohnblocks…
… ist schon ziemlich beeindruckend.
Merci euch zwei Lieben!!!
Warst du auch schon einmal vom Haze betroffen? Oder hat dir andere Umweltverschmutzung dein Urlaubserlebnis getrübt? Welches war deine Taktik das Beste aus der Situation zu machen? Erzähl uns von deinen Erfahrungen in einem Kommentar.
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Unbewusst haben wir unseren Abflug nach Asien zeitlich genau so ab München gebucht, dass er mit dem Oktoberfest zusammen fiel. ‚Wenn wir schon mal da sind‘, sagten wir uns, ‚besuchen wir doch gleich mal die Wiesn‘. Doch was zieht man da an?
Zeitgleich mit der Buchung unseres Autos für den Roadtrip durch Europa stellte sich für uns die Frage nach der Weiterreise nach Asien. Wann, ab welchem Flughafen und natürlich auch wo hin. Das Wann setzten wir auf einen Donnerstag etwa vier Monate nach Ankunft in Europa, einfach dann, wenn der Flug am günstigsten war. Das ‚ab wo‘ gestaltete sich schon etwas schwieriger. Eigentlich wollten wir ab Budapest fliegen, doch dort konnten wir den Wagen nicht zurück geben. Als wir dann auch noch herausfanden, dass die Buchung mit Hin- und Rückflug günstiger war als bloss One Way, fiel die Entscheidung schnell auf München, denn von da aus kommt man schnell und günstig wieder nach Bern.
Also München. Abflug: 24. September 2015. „Hey, dann ist Wiesn!“ schrieb unser Schweizer Kollege aus München, als wir ihm erzählten, wann und wo die Reise nach dem Roadtrip denn weitergehen sollte. „Komm, da fahren wir gleich zu viert hin und geniessen einige Tage Feststimmung“, kam gleich hinterher. Gut, da hatten wir also ein Rendez-Vous mitten in München und der Rücktransport aller Sachen, die wir nicht nach Asien mitnehmen wollten, war auch gleich organisiert. Eine feine runde Sache!
Die Kleiderfrage
Doch damit fing das Dilemma erst an: Dirndl und Lederhosen oder nicht? Bisher hatten wir nie wirklich mit dem Gedanken an den Besuch des original Oktoberfests gespielt. Zu weit entfernt, zu gering der Bezug. Doch wenn wir schon mal da sind… In meinem Kopf war die Verbindung von Dirndl, Lederhosen, Bier und Brezen gesetzt. Nur, woher bekommt man denn die Festkleidung zu einem erschwinglichen Preis? Aussehen sollte es auch noch gut. Online Handel fiel mangels Lieferadresse weg. Meine letzte Hoffnung lag bei den Läden in München.
Nach einem Bummel durch die Innenstadt Münchens zeigte sich bald: Das gewünschte Budget für die Verkleidung stimmte nicht mit den Preisschildern in den Läden überein. Etwas entmutig recherchierte ich dann im Internet, wie es denn so sei, ob man wirklich Dirndl und Lederhosen tragen muss, um überhaupt in den Festzelten Einlass zu erhalten. Schnell stellte sich heraus: Am ersten Oktoberfest im Jahr 1810 gab es das Dirndl noch gar nicht. Laut dem Bericht von Focus.de zu Thema, wurde es erst Ende des 19. Jahrhunderts erfunden und galt als billiges Arbeitsgewand für Mägde und Bäuerinnen. Zum Massenphänomen wurde es anscheinend erst vor etwa 15 Jahren. Uff, also kein Trachtenzwang am Oktoberfest!
München war proppenvoll…
Die Sache mit den Festzelttischen
Guten Mutes zogen wir am Montag nach dem Anstich los. Das Wetter war uns gut gesinnt und wir konnten so lange es hell war draussen in den Biergärten der Zelte verweilen. Die Sorge, dass wir nach Einbruch der Dunkelheit keinen Platz in einem Zelt ergattern könnten, löste sich schnell in Luft auf: Die meisten Tische werden bis Open End reserviert. Da viele Besucher die Stärke des Wiesn Biers unterschätzen, verlassen sie dann aber vorzeitig ihre Bänke und machen für Gelegenheitsbesucher wie uns Platz. Es half sicherlich auch, dass wir nur zu zweit waren, mit einer grossen Gruppe einen leeren Tisch zu ergattern ist etwas schwieriger aber Wochentags auch machbar.
Im Paulaner Zelt gesellten wir uns schliesslich zu drei Italienern und zwei Polen. Später stiess noch ein Paar aus China zu uns. Gemeinsam feierten wir, bis das Zelt geschlossen wurde.
Und die Moral von der Geschicht‘: Das Bier fliesst in Massen die Kehle runter, ob in Dirndl und Lederhose oder nicht.
Wohlgemut stürzten wir uns ins Getümmel und staunten ob den reich verzierten riesigen Bierzelten
Erst mal tanken.
Die Stimmung stieg bereits am Nachmittag.
Nach jeder Mass gönnten wir uns einen Spaziergang durchs Gelände
Lebkuchenherzen, wohl eher nicht zum Verzehr gedacht
Blick am Nachmittag ins Festzelt.
Nach den Kasspätzle gabs nach eine Crèpe zum Nachtisch
Links unsere gut gelaunten Italiener, mit denen wir den Tisch teilen durften
Ja, auch die Kellnerinnen waren gut aufgelegt…
Wer noch stehen kann tanzt, kurz vor Festzeltschluss
Auch die Kamera wollte langsam nach Hause
Tschüss Wiesn, war nett bei dir!
Warst du auch schon am Oktoberfest? Was hast du angezogen, wie bist du ins Zelt gekommen? Erzähl‘ uns dein Erlebnis in einem Kommentar.
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Wurden wir zu Beginn unseres Roadtripps gefragt, wo uns die Reise denn überall hinführen soll, war die Antwort stets, ‚wir wissen es nicht so genau aber bestimmt bis Slowenien wollen wir fahren‘. Dieses Ziel entpuppte sich dann auch wahres Kleinod.
Soll Glück bringen – Die Bewohner von Ljubljiana scheinen ziemlich davon überzeugt zu sein.
Nächtliches Pollo al horno
Schon länger wussten wir, dass Tamara und Nico von Flyinarg zur selben Zeit in Slowenien sein werden, wie wir. Deswegen verabredeten wir uns zu einem Treffen. Die beiden waren gerade im Sommerhaus der Familie von Tamara etwas nordöstlich der Fluggebiete von Lijak und Tolmin und warteten dort geduldig darauf, dass das schlechte Wetter endlich weiter ziehen würde.
Bei unserer Ankunft gegen neun Uhr abends duftete das Häuschen nach leckerem Essen. Wir wurden mit Hähnchen aus dem Ofen und Gemüse überrascht. Es war ein wahres Festessen und das Wiedersehen mit den beiden eine fröhliche Angelegenheit.
Wiedersehen macht Freu(n)de
Pollo al horno – oder Foodporn by Flyinarg
Am nächsten Tag kündigte sich eine Wetterbesserung an und so machten wir uns auf zu einem kleinen Fluggebiet in der näheren Umgebung. Leider bliess dann der Westwind doch nicht so stark dass es zum Soaren gereicht hätte. Wir begnügten uns mit einem kleinen Abgleiter, was nach mehr als zwei Wochen Flugabstinenz wie Ambrosia für die Seele wirkte. Endlich wieder Fliegen!
Am frühen Nachittag entschieden wir, gemeinsam nach Lijak auf den Campingplatz umzusiedeln.
Dort angekommen reichte es noch für einen schönen Abendflug entlang der Kante.
Endlich wieder geflogen!
Ausblick vom Camping in Lijak auf die Flugkante
Fühlte sich an wie Fremdgehen, Eli und der Base
Mmh, Choripan! Chorizo im Brot mit Saucen und Grünzeug
Die nette Dame im Supermarkt hat uns sogar die Fische ausgenommen. Nicht selbstverständlich, wie wir von der Freundin von Tamtam erfuhren. Ja, ja, die Slowenen lieben es anscheinend rustikal 😉
Tamtam brachte am nächsten Tag ihren Mojo zum checken. Damit sie doch noch vom guten Wetter profitieren konnte, gab ihr Tomatosport einen BGD Base als Ersatz mit.
Wir waren natürlich sehr gespannt, wie sich dieser Flügel denn so fliegt. Tamtam fühlte sich auf alle Fälle schon mal sehr wohl mit ihm. Abends durfte ich für den letzten Flug ihren Flügel ausprobieren. Es fühlte sich für mich an, wie Hochverrat meinem Schirm gegenüber. Tatsächlich fühlte auch ich mich sehr wohl unter der Kappe. Der Base ist mehr wie ein Brett, dass sich über einen spannt. Der Steuerdruck an den Bremsen war mir dann doch etwas zu streng und ich war froh, durfte ich am Folgetag wieder mein Spassgefährt mit dem sanften, direkten Handling fliegen. Interessant war der Exkurs allemal.
Ein Campingplatz voller Piloten
Die Zeit verging buchstäblich wie im Flug. Tamtam und Nico machten sich alsbald auf nach Zürich, um die letzten Vorbereitungen für ihren Stand am Coupe Icare zu erledigen. Uns zog es weiter nach hinten, in die Berge Richtung Tolmin.
Als wir Camp Gabrje erreichten, stellte sich schnell heraus, dass der Campingplatz vorwiegend von Gleitschirmpiloten besucht wird. Hinzu kam noch, dass am übernächsten Tag der Serial Cup startete. Es handelt sich dabei um ein Gleitschirmwettbewerb bei dem nur mit Schirmen bis und mit Sportklasse gestartet werden darf.
Folgedessen, war der Camping gut besucht und wir in guter Gesellschaft, um mehr über das Fluggebiet zu erfahren.
Fliegen, wandern, fliegen…
Tagsüber flogen wir in Tolmin, während sich die Wettkampfteilnehmer in Lijak in die Luft schwangen. Abends lauschten wir den Vorträgen, die von Profis für die Serial Cup Teilnehmer geboten wurden.
Als Alternative zum Bus beschlossen wir, uns einmal von der Bergflanke oberhalb des Campingplatzes zu schwingen. Der Aufstieg war dann anspruchsvoller als gedacht: Der Weg führte durch sehr dichtes Gestrüpp. Hin und wieder wünschten wir uns eine Machete. Als wenn das Gestrüpp nicht schon anstrengend genug gewesen wäre, verlief der Weg beinahe senkrecht zum Hang, was ihn denn auch sehr steil machte. Ziemlich ausser Atem erreichten wir schliesslich die Lichtung. Glücklicherweise herrschte Aufwind und wir konnten nach einer kurzen Mittagspause starten und einen schönen langen Flug machen.
Camp Gabrje von oben – die Soca, der angrenzende Fluss, macht sich gut aus der Luft
Wie die Schafe drängten sich die Piloten in die spärlichen Schattenplätze am Start in Kobala
Reges Treiben am Start in Kobala
Kreisen vor Kobarid, die folgende Talquerung ist uns leider nie wirklich gelungen. Die Windverhältnisse zwangen uns spätestens einige Kilometer später zu Boden.
Wenn man dieser wundervollen Bergflanke bis ans Ende und wieder zurück folgt, ergibt das über 100km Flugdistanz. Leider ist uns das nicht geglückt.
Start der Wettkampfpiloten in Lijak
Vortrag über Sponsoring im Flugsport
Wo war da noch mal der Weg zum Gipfel?
Unser Hike & Fly führte uns über Stock und Stein und durch umgefallene Bäume
Ja, der Weg war steil
Sieht nach Schlechtwetter Programm aus – Ausblick aus dem Zelt in Camp Gabrje
Schlechtwetter Programm
Die Kaltfront holte uns dann doch noch ein und setzte dem Fliegerleben ein Ende. Wir beschlossen stattdessen Ljubljana einen Besuch abzustatten. Die Fahrt in den Stadtkern meisterten wir reibungslos und ohne Stau. Zu Fuss erkundeten wir kurze Zeit später die Innenstadt mit ihren prunkvollen Bauten. An einigen Orten sah man, dass das Geld für eine Renovation nicht vorhanden war doch die Häuser strahlten einen eigenen Chick-verlotterten Charme aus, der sich wundervoll ins aufgeräumte Stadtbild einfügte und ihm die nötige Lockerheit verlieh. Ljubljana – eine Stadt zum Lieb haben.
Ljubljiana – Eine Stadt, voller Gegensätze…
Fahrradidylle
Warst du auch schon einmal in Slowenien in diesen Fluggebieten oder kennst sogar noch weitere? Dann schreib uns deine Erfahrungen und Tipps in einen Kommentar.
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Die Reise von Penang nach Cherating, einmal quer über die Malaysische Halbinsel, hatte schon unter einem schlechten Stern begonnen. Kurz bevor wir aus dem Hotel raus liefen, um unseren Nachtbus zu erwischen, begann es sintflutartig zu regnen. Die Abwasserkanäle überliefen sofort und das Wasser stand knöcheltief auf der Strasse. Natürlich konnte man vergessen, bei dem Wetter ein Taxi zu bekommen. Also hiess es mit dem schweren Gepäck am Rücken und dem Regenschirm in der Hand den Kilometer im Unwetter zu Fuss zu gehen. Dies war leider nur der Anfang einer langen, beschwerlichen Reise!
Das Sammeltaxi ist zum Bersten gefüllt
Ziemlich durchnässt kamen wir nach 15 Minuten am Busterminal an. Auf dem Weg dorthin hatten wir sicher 15 leere Taxis gesehen. Von wegen alle besetzt. Auf unserem „Boarding Pass“ stand 9:30 PM als Abfahrtszeit. Wir sind uns gewohnt, dass Busse nicht extrem pünktlich fahren, aber um halb Elf fragten wir uns doch, wo denn unser Bus bleibe. Mehrere Locals wurden langsam schon nervös.
Mit zwei Stunden Verspätung gings dann doch endlich los. Der Fahrer hatte sich aber vorgenommen die Verspätung durch schnelles Fahren wieder aufzuholen. Das Geholper und das Gefühl, dass der Bus in jeder Kurve fast umkippt, liessen uns nicht wirklich schlafen. Ziemlich müde stiegen wir morgens um 6 Uhr in Kuantan am Fernbusterminal aus dem Bus. Sogleich waren wir von Taxifahrern umringt, die uns als leichte Beute sahen. Sofort wurde uns erklärt, dass von diesem Terminal keine Busse nach Cherating fahren und man ein Taxi zum lokalen Terminal in Kuantan nehmen müsse. Als ich sagte wir warten auf den lokalen Bus, wurde uns versichert, dass hier kein lokaler Bus fahre.
Wir haben während unserer Reise eins gelernt: Traue nie einem Taxifahrer! Die erzählen dir alles um dich ins Taxi zu locken. Wo wir auch waren, überall gab es lokale Busse. Besonders zwischen den Busbanhöfen. Die lokale Bevölkerung nimmt nämlich kein Taxi. Die können sich das meist nicht leisten. Auch wenn sie nur die Hälfte zahlen von dem was von dir verlangt wird!
Minibusse für Kurzstrecken gibt es eigentlich überall
Kurze Zeit später sassen wir im lokalen Bus und lachten uns schon ins Fäustchen. Am kleineren, lokalen Busterminal erlebten wir die gleiche Geschichte erneut. Diesmal versicherten uns die Taxifahrer, dass es gar keinen Bus in Richtung Cherating gäbe. Wir hatten uns natürlich vorher informiert und bei der Ankunft auch gleich am Schalter nachgefragt. Dort sagte man uns, es gäbe etwa drei Mal am Tag einen Bus, er fahre aber unregelmässig. Wir holten uns Frühstück und setzten uns zum warten hin. Alle 15 Minuten kam ein anderer Taxifahrer und redete auf uns ein. Einer erzählte die Busse fahren nicht mehr, wegen der Regierung, ein anderer wollte uns weis machen der Bus sei heute kaputt, fahre erst morgen wieder.
Wie oft wurde uns in Südamerika das Blaue vom Himmel runter erzählt:
Diese Busverbindung gibt es nicht mehr.
Dieses Hotel ist geschlossen, aber ich kenne ein anderes (welches dem Taxifahrer natürlich eine Provision zahlt).
Diese Strecke ist teuer, weil extrem lang (dabei sind es nur 2 Kilometer, aber mit dem dummen Touristen kann man es ja machen, der kennt sich nicht aus)
Diese Fahrt kostet 20 Pesos (während Locals genau wissen, dass es nur 5 Pesos kostet)
All diese und noch viele weitere Lügen haben wir schon zuhauf gehört. Deswegen blieben wir stur und hielten uns an unser Leitmotto:
Traue nie einem Taxifahrer!
Busse halten nicht immer das, was sie versprechen….
sind aber immer viel günstiger als ein Taxi!
Nach mehr als 5 Stunden warten wurde uns klar, dass da wohl wirklich was schief gelaufen ist. Auch die Angestellten am Busbahnhof waren sich nun nicht mehr sicher, dass heute noch ein Bus kommt. Wir hatten auf alle Fälle lange genug gewartet und suchten uns ein Sammeltaxi, was etwas günstiger war. Eine Stunde später, nach mehr als 16 Stunden Reise, waren wir endlich in unserem Bungalow in Cherating.
Dies war eine lange und anstrengende Reise.
Die Taxifahrer hatten für einmal recht mit ihren Aussagen. Wir haben grundlos stundenlang am Busbahnhof gewartet.
Trotzdem bleibe ich bei meiner Aussage: Traue nie einem Taxifahrer!
Der Grund? Die Taxifahrer hatten keine Ahnung, dass der Bus nicht fährt. Sie erzählen allen jeden Tag das Selbe. Für sie zählt nur der Profit. Wir hatten halt einfach Pech, dass an diesem Tag der Bus wirklich nicht fährt. Aber lieber warte ich ab und zu sinnlos an einem Busbahnhof, als dass mich von Taxifahrern blauäugig über den Tisch ziehen lasse!
Machs besser:
Lass dich nicht verarschen! Informiere dich vor Ankunft in einer neuen Stadt über die Fahrkosten für bestimmte Strecken , die Busverbindungen und die Hotels und deren Preise. Wir verwenden wikitravel, wo Hotelpreise und Preise für Taxifahrten oft beschrieben sind. Dazu auch Google Maps um die Strecken zwischen Busbahnhof und Hotel abzuschätzen. Vielleicht kann man ja zu Fuss gehen.
Sei nicht zu stur. Manchmal gibt es keine andere Möglichkeit.
Nimms nicht persönlich. Hier geht’s nur ums Geschäft
Wenn du ein Taxi nimmst, verhandle! Über den Preis kann man immer reden! Vielleicht kannst du auch ein Sammeltaxi finden und dir die Kosten mit anderen teilen.
Wie handhabst Du lügende Taxifahrer? Bist Du geübt in Preisverhandlungen? Teile deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.
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