Cherating – ein Ort zum Entspannen

Nach dem Touristenrummel im Westen von Malaysia wollten wir die noch etwas unbekanntere Ostküste entdecken.

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Wir wohnten im linken Bungalow.

Wir erreichten Cherating nach fast 20 Stunden Transfer, da wir den Taxifahrern nicht glauben wollten, dass sie ausnahmsweise mal recht hatten und kein Bus nach Cherating fuhr.
Wir suchten uns einen kleinen Bungalow um Dorfkern und machten erst einmal Siesta.

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Nachts waren die Bungalows genau so heimelig, wie am Tag.

Cherating ist ein verschlafenes Dorf, im eher konservativen Osten von Malaysia, in dem sich allmählich der Tourismus ausbreitet. Man sieht dies an den vielen kleinen Restaurants und Hotels, welche die Dorfstrasse säumen. In den wenigen Läden im Dorf gibt es viele Souvenirs zu kaufen und am Strand haben sich einige Bars angesiedelt. Wir besuchten Cherating in der Nebensaison und so verwunderte es nicht, dass wir nicht vielen Touristen begegneten. In der Regenzeit könne man hier gut surfen und in der Trockenzeit sei Kitesurfen angesagt, erklärte unser Hotelbesitzer, dann seien auch mehr Touristen im Ort.

Am Strand waren nur wenige Badegäste, noch weniger weisse, die nur mit Badehose oder Bikini ins Wasser gingen. Die übliche Badekluft war, unabhängig vom Geschlecht, ein paar Hosen und ein T-Shirt. Die Damen trugen meist noch ein Kopftuch. Da waren Moritz und ich in unseren Badesachen schon so was wie bunte Hunde. Und wohl fühlte ich mich dabei nicht besonders. Von gefühlten 1000 Augenpaaren angestarrt begab ich mich ins Wasser und tauchte so schnell nicht wieder auf.

In Cherating gibt es nicht viel zu sehen oder zu unternehmen. Also liessen wir unsere Seele baumeln und begnügten uns damit unsere Laptops auf der Veranda aufzuklappen und einige Berichte zu schreiben. Zur Abkühlung steckten wir unsere Füsse in einen Kessel mit lauwarmem Wasser.

Am letzten Abend vor unserer Abreise unternahmen wir eine Glühwürmchen Safari. Nach Eindunkeln begaben wir uns mit einem Boot auf den Kanal im Mangrovenwald hinter unserem Bungalow und machten uns auf die Suche nach ein Paar Glühwürmchen.
Es war ein wahrlich traumähnliches Erlebnis, als die Glühmürmchen angelockt durch die grüne Lampe, mit der unser Guide hinten im Boot wild um sich fuchtelte, langsam von den Bäumen gegen unser Boot schwebten und schliesslich auf unseren Köpfen und Händen landeten.

Die Rückfahrt von Cherating nach Kuala Lumpur mit dem Bus klappe dann zur Abwechslung reibungslos. Wir kauften in unserem Hotel ein Busticket und begaben uns zur besagten Zeit an die Hauptstrasse. Und tatsächlich, ziemlich pünktlich sogar, kam der Bus und brachte uns sicher nach KL.


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Kuala Lumpur – willkommen im Haze

Bei unserer Ankunft in Kuala Lumpur dachten wir noch, der grau verhangene Himmel sei eine vorübergehende Angelegenheit. Bald schon stellten wir fest, dass wir uns wohl etwas länger gedulden müssen, um wieder blauen Himmel zu sehen. Von einem Flug am Hausberg der Stadt liessen wir uns dennoch nicht abbringen.

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Sieht aus wie Hochnebel, stinkt aber nach kaltem Rauch. Haze in Kuala Lumpur

Denkt man an Malaysia erfreut man sich in Gedanken meist an hellen Sandstränden mit Palmen und türkis blauem Meer. Dass dies auf die Hauptstadt eher nicht zutreffen wird, davon gingen wir aus. Das Bild, das sich uns aber bot, als wir aus dem Flieger und später aus der Metro stiegen, glich eher dem tristen Herbstwetter, dem wir soeben in Europa entflohen waren; nur 30°C wärmer.

Schnell lernten wir, dass es sich bei diesem Nebel um mensch-gemachte Luftverschmutzung handelt, die von den riesigen Brandrodungen in Indonesien herrühren. Die Luft roch auch stets nach kaltem, abgestandenem Lagerfeuer. Das Atmen fiel uns schwer. Die Schulen wurden geschlossen, weil die Kinder nicht der gesundheitsschädigenden Luft ausgesetzt werden sollten.

Zum Glück stand die Regenzeit bevor. Durch die Regenfälle am Nachmittag wurde die Luft wenigstens etwas gesäubert. Dank dem konnten wir dann auch mal einen Ausflug zum Hausflugberg der Stadtbewohner von Kuala Lumpur wagen.

Netterweise wurden wir von Yousman an einer Metro Station abgeholt und mit dem Auto ins Fluggebiet gefahren. Die Sichtverhältnisse waren weiterhin nicht bombastisch. Als wir am Startplatz ankamen, konnten wir das Landefeld ca. 250 Meter unter uns nur knapp erahnen. Wir wagten uns dennoch in die Luft. Der Flug war dann mangels Thermik leider von sehr kurzer Dauer, aber war irgendwie trotzdem etwas besonderes. Die Stimmung war ziemlich mystisch und als wir den Landeplatz überflogen, stellten wir schnell fest, dass die Sicht 100 Meter tiefer zum Landen problemlos ausreichte.

Die nächsten Tage in Kuala Lumpur verbrachten wir dann vorwiegend damit, einige Stadtbummel zu den Sehenswürdigkeiten zu machen und im Hostel unseren Blog zu bearbeiten, schliesslich waren wir während dem sonnigen Wetter in Europa kaum dazu gekommen, über unsere Erlebnisse zu schreiben. Dies konnten wir nun getrost nachholen.


Warst du auch schon einmal vom Haze betroffen? Oder hat dir andere Umweltverschmutzung dein Urlaubserlebnis getrübt? Welches war deine Taktik das Beste aus der Situation zu machen? Erzähl uns von deinen Erfahrungen in einem Kommentar.

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