Ubud – Was hat Balis Kulturzentrum zu bieten?

Ubud ist so etwas wie das Kulturelle Herz von Bali. Früher so etwas wie ein Geheimtipp, steht die Stadt spätestens seit dem Film “Eat, Pray, Love” auf der Todo Liste vieler Touristen. Trotzdem lohnt sich ein Besuch! Warum erzählen wir Euch hier.

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Reisterassen ausserhalb von Ubud

 

Langsam hat sich das Zentrum zu einem Hippie, Hipster und alternative Lifestyle Bereich entwickelt. An jeder Ecke kann man Joga und Massage Kurse Buchen und Vegane Restaurants werben mit dem gesundem Weizengras Saft. Geht man aber eine oder zwei Querstrassen weg vom Zentrum, dann wird es schon wieder ruhiger. Keine Souvenirläden und Hotelbunker mehr zu sehen. Dafür kleine Strassenküchen mit leckerem Essen und die für diese Stadt typischen Häuser mit den imposanten Eingangstoren.

Homestay in Ubud

Wir hatten uns vorgängig auf Wikitravel ein Homestay in genau so einem Anwesen rausgesucht. Es gibt davon sehr viele in Ubud. Wir hatten einige Vorschläge durchgelesen und uns die Adressen gespeichert. So konnte uns das Taxi vom Flughafen bis vor die Haustüre bringen. Für ca. 11 Euro pro Nacht hatten wir im “Kari Home” unser eigenes Zimmer. Alles war sauber genug, das Frühstück war inbegriffen. Die Besitzerin sprach quasi kein Englisch, war aber sehr nett und hat sich super um uns gekümmert.

Das tolle an diesen traditionellen Homestays ist, dass man wirklich in einem Haus mit den Besitzern lebt und den ganzen Tagesablauf miterleben darf. Das meiste spielt sich draussen im Hinterhof ab. Jedes Haus hat seinen eigenen Tempelbereich. Morgens werden vor jeder Tür kleine Opfergaben platziert. Die Menschen hier investieren viel Zeit in ihre Buddhistische Religion. Wir konnten einmal eine Zeremonie beobachten. Während Tagen wurde das Haus und der Tempelbereich mit Tüchern und geflochtenen Konstruktionen geschmückt und dutzende Platten und Körbe mit Essen und anderen Opfergaben auf dem Altar platziert. Dann kam die Familie zusammen um zu feiern und zu Essen. Nach der Zeremonie wurde alles wieder fein säuberlich sortiert und weggeräumt oder in die Speisekammer gelegt.
Wir haben gelesen, dass manche Familien wegen solcher Zeremonien grosse Geldprobleme haben. Die Kosten für die edlen Tücher und anderes Dekorationsmaterial sind sicher ganz schön hoch. Anscheinend gibt es ber das Jahr verteilt auch ganz schön viele solche Feiertage.

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Der Hauseigene Tempel in unserem Homestay

 

Ausflüge

Wir besuchten Ubud während der Regenzeit im Dezember. Vor allem im inneren von Bali regnet es zu dieser Zeit fast jeden Tag; Meist nur kurz am Nachmittag. Es ist oft bewölkt. Trotzdem ist es sehr warm. Man sollte aber auf Ausflügen schon eine Regenjacke dabei haben. Möglichkeiten für Ausflüge sind vielfältig. Geführte Stadttouren, Wandern oder Fahrradfahren durch die Reisterrassen ausserhalb, Besuch von Kaffeeplantagen und sogar das Besteigen eines Vulkans werden angeboten. Die Preise und auch die Qualität dieser Angebote varieren stark!

Eine Anmerkung zum Besuch der Kaffeplantagen: Dort wird einem die lokale “Spezialität” namens Kopi Luak angeboten. Dies ist eine Spezielle Kaffeart. Die Kaffeefrüchte werden von den im Urwald heimischen Wilkdkatzen gefressen und die ausgeschiedenen Bohnen dann geröstet. Wem bis jetzt noch nicht schlecht ist, dem sei gesagt, dass die Wildkatzen meistens gefangen und in kleinen Käfigen gehalten werden, wo sie nur Kaffeebohnen zu essen kriegen. Für uns Grund genug darauf zu verzichten!

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Kurz aber heftig…

Wir fanden sowieso nie grossen Gefallen an geführten Touren und entdeckten neue Orte lieber auf eigene Faust. So kann man genau machen, was man will und ist nicht von anderen Reisenden abhängig. Hier einige unserer Erfahrungen mit Ausflügen in Ubud:

Monkey Forest

Wenn man in Ubud ist, dann ist ein Besuch im Monkey Forest schon fast Pflicht. Mitten in der Stadt liegt diese Tempelanlage in einem alten Wald. Darin wohnen hunderte Affen. Sie sind nicht scheu und wenn man Bananen kauft um sie zu füttern, dann kann es gut sein, dass sie auf einem rumklettern. Wir liessen es bleiben, vor allem weil wir sahen, welche Horden sich auf die Leute mit Futter stürzten, oder unaufmerksamen Touristen Sonnenbrillen und Kameras stahlen. Ausserdem können gerade die grösseren Affen ziemlich furchteinflössend sein. Ich hielt wenn möglich lieber einen sicheren Abstand. Der beste Platz um die Affen zu beaobachten, ist unten beim Fluss. Dort spielen sie miteinander und springen von Ästen ins Wasser. Es ist wirklich süss anzusehen.

 

Stadtbesichtigung

Oft unternahmen wir auch einfach einen Spaziergang durch die Stadt. Dazu schnappten wir uns eine Stadtkarte. Dort waren alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und Tempel eingezeichnet. Später wählten wir eins der vielen Restaurants aus zum Essen. Die meisten waren super lecker und günstig. Dabei galt oft je kleiner desto günstiger, aber deswegen nicht weniger gut.

Rollertour zum Vulkan Batur

Für 4 Euro mieteten wir und einen kleinen Roller für einen Tag und entdeckten die Umgebung von Ubud. Mit Google Maps hatten wir vorher etwa geschaut, wo man durch fahren muss. Sobald man aus der Stadt raus ist ist der Verkehr auch angenehm. Erster Halt machten wir bei einem schönen Felsentempel. Wie für alle Tempel müssen die Beine und Schultern bedeckt werden. Darum wollten uns vor dem Tempel viele Verkäufer Sarongs verkaufen. Wir wussten aber Bescheid und hatten unsere Eigenen dabei. Nach dem Tempel fuhren wir alles der Strasse entlang zum Vulkan Batur. Leider hatten wie die Hauptstrasse erwischt und so wurden wir an einem offiziellen Posten vor dem Vulkan angehalten und mussten 5 Euro Eintritt in den Naturpark bezahlen. Später stellten wir fest, dass auf anderen Zufahrtsstrassen dieser Eintritt nicht verlangt wird. Dort wo man die beste Aussicht auf den Vulkan hat ist es auch sehr touristisch. Ganze Busladungen von Reisenden werden dort hin gekarrt. Uns gefiel es nicht wirklich. Vielleicht lag es aber auch daran, dass der Vulkan in Wolken gehüllt war. Kurzerhand entschlossen wir uns in den Krater runter zu fahren. Laut Google Maps führte eine Strasse rund um den Vulkan. Die nächste Stunde fuhren wir steile Abhänge hinunter, durch kleine Dörfchen, über sehr schlechte Strassen und Schotterpisten und am Schluss steile Abhänge wieder hinauf. Es war toll, aber schon eher abenteuerlich. Der Roller hat alles klaglos mitgemacht. Mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht fuhren wir zurück nach Ubud. Dieses wurde uns kurz vor der Stadt von einem heftigen Regenschauer abgewaschen. Dies war aber der einzige Moment, wo wir bei einem Ausflug vom Regen überrascht wurden.

 

Holzbildhauer Markt

Bali und besonders die Region um Ubud sind bekannt für ihre wunderschönen Holzschnitzereien. Viele Reisende kaufen sich hier in Shops oder auf dem grossen Markt etwas schönes für ihre Wohnung zu Hause. Die Artikel kann man bequem per Paket senden lassen, so muss man sie nicht mitschleppen. Ob die Pakete zu Hause auch ankommen? Da gehen die Meinungen auseinander. Wir es ausprobiert und zwei grosse Bilder in einem Paket in die Schweiz gesendet. Dies kostete ca. 50 CHF für etwas mehr als 5 Kilogramm. Die Bilder kamen nach 10 Wochen unversehrt an! Ein erfolgreicher Versuch.

 

Ubud hat uns schussendlich super gefallen. Wer eine ruhige Zeit verbringen möchte und dabei etwas Kultur mag, ist hier genau richtig. Auch in der Regenzeit Ende Dezember gab es immer lange trockene Abschnitte, so dass wir die meisten Ausflüge trocken überstanden haben.


Steht Ubud auch auf deiner Liste? Warst du schon mal dort und hast noch mehr Tipps? Schreib einen Kommentar!

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