Inselhopping in West Malaysia

Die Inseln Langkawi und Penang im Nordwesten von Malaysia haben für alle Interessen etwas zu bieten. Strand- und Partyurlauber, sowie Kultur- und Naturfans kommen voll auf ihre Kosten. Falls sie sich denn für die richtige Insel entscheiden.

Schaukeln am Monkey Beach im Taman Negara Nationalpark

Schaukeln am Monkey Beach im Taman Negara Nationalpark

 

Langkawi

Die ganze Nacht sassen wir im Bus von Kuala Lumpur nach Kuala Perlis. An Schlaf war kaum zu denken. Der Fahrer legte alle 30 Minuten Pausen ein zum Pinkeln. Dabei schaltete er dann jeweils auch die Flutlichtbeleuchtung im Bus an. Wir finden man kanns auch übertreiben, wobei der ältere Herr auf dem Sitz hinter mir jeden Stop nutzte. Ich weiss das, weil er jeweils meine Lehne benutzte, um aufzustehen und diese danach schön nach vorne spicken liess. Von der Bushaltestelle schleppten wir unsere Rucksäcke in der drückenden Hitze, die schon morgens um 6 herrschte, die kurze Strecke zum Bootsterminal. Wir hatten vorgängig gelesen, dass die Klimaanlage im Speedboot eher zu kalt eingestellt sei, aber keine Warnung der Welt hätte uns auf die frostigen Temperaturen vorbereiten können, die dort herrschten. Direkt aus der Sauna ins Gefrierfach.

Malaysia hat eine Muslimische Regierung. Für Muslime ist der Kauf von alkoholischen Getränken verboten. Zusätzich wird in ganz Malaysia der Alkohol stark besteuert.

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In ganz Gallien Malaysia? Nein!

Die kleine Insel Langkawi ist nämlich eine Steuerfreie Zone. Das hat zur Folge, dass nicht nur viele ausländische Touristen wegen den schönen Stränden nach Langkawi kommen, sondern auch viele junge Menschen aus Kuala Lumpur die Möglichkeit nutzen, sich hier günstig zu betrinken. Unsere quirlige, einheimische Sitznachbarin im Bus erzählte uns, dass sie vorhabe, die ganze Woche nichts anderes zu tun, als betrunken am Strand zu liegen. Immerhin weiss sie, was sie will.

Die ganze Partyszene konzentriert sich am Pantai Cenang im Westen der Insel. Wir hatten uns ein nettes Hotel am daneben liegenden Pantai Thenga ausgesucht. Das Zackry Guest House liegt etwas mehr als einen Kilometer vom Party Beach Pantai Cenang entfernt. Zwar in Reichweite, aber in ruhiger Umgebung und ein ruhiger Strand ist auch in der Nähe.

 

Rollertour um Langkawi

Wer etwas von der Insel sehen will, mietet sich am besten einen Roller. Das kostet um die 30 Ringgit. An einem Tag konnten wir die Insel locker einmal umrunden. Zuerst besuchten wir im Nordosten zwei Wasserfälle Temurun und Telaga Tujuh. Danach fuhren wir der Nördlichen Küste entlang, mit einem kurzen Halt am Black Beach, bevor wir uns am schönsten Strand von Langkawi, dem Tanjung Rhu Beach wiederfanden. Der Sand dort ist wirklich schön und es hatte auch nur wenige Leute.

 

Auf der Fahrt zurück quälten wir den Roller noch auf den höchsten Berg von Langkawi hinauf. Der Gunung Raya ist in der Mitte der Insel. Ein Aussichtsturm bietet eine Rundumsicht, falls man dafür bezahlen will. Uns wurde die Entscheidung abgenommen, war die Spitze des Turms doch in den tief hängenden Wolken versteckt. Vom Parkplatz unten ist die Aussicht aber mindestens genau so gut!

An das Fahren auf der linken Seite gewöhnt man sich schnell. Glücklicherweise herrscht auf diesen Strassen auch nicht viel Verkehr.

 

Paragliding auf Langkawi?

Bei unserem kurzen Besuch auf dem Berg Gunung Raya war uns eine gerodete Fläche aufgefallen. Wir waren uns sicher, dass dies ein Startplatz ist, fanden den Weg am abgesperrten Militärgelände vorbei aber nicht. Auf Facebook hatten wir Kontakt mit Chris, einem Liechtensteiner Piloten, der in Langkawi lebt. Wir trafen uns auf der Strasse vor unserem Hotel und er erklärte uns wie man vom Parkplatz durch den Urwald zum Startplatz kommt, lieh uns spontan sein Auto und lud uns für den Abend zu der Geburtstagsparty seiner Frau ein.

Zwei Bulgaren versuchen gerade ein Tandemunternehmen in Langkawi zu eröffnen. Sie waren mit Freunden von Chris als Passagieren gerade gestartet, als wir am Parkplatz ankamen. Cool, es fliegt, dachten wir und liessen uns von den Zuschauern das Auto zum Landeplatz bringen. Als wir aber am Startplatz ankamen, war an starten nicht zu denken Der Wind kam von hinten durch die Bäume. Langes Warten und mehrere Startversuche brachten nichts. Schiesslich packten wir zusammen und machten uns auf den langen Abstieg, in der Hoffnung, dass uns jemand mit runter nimmt. Nach 5 Minuten Marsch kamen uns aber die zwei Bulgaren in unserem Auto entgegen und retteten uns. Sie hatten unsere Versuche von unten beobachtet und sich erbarmt.

 

Als wir bei Chris’ Privatstrand eintrafen, war die Geburtstagsparty schon in vollem Gange. Wir stürzten uns ins allgemeine Getümmel und der erfolglose Flugversuch war schnell vergessen!

 

Inselhopping Ausflug

Wir buchten einen Tagesausflug zum Inselhopping in der Inselgruppe südlich von Langkawi. Leider hatten wir den schlechtesten Tag unseres Aufenthaltes ausgesucht. Kaum auf dem kleinen Motorbot begann es schon zu regnen. Regen und Nebel führten bei der ersten Station zu einer richtig mystischen Stimmung. Wir liefen zu einem Süsswassersee in der Mitte der Insel. Einige liessen es sich nicht nehmen dort zu baden. Wir waren auch so schon nass genug.

Danach ging es weiter zum Füttern der Seeadler bei einem verlassenen Pier und weiter vorbei an dutzenden kleinen Inselchen und Felsen zu einem Strand, wo wir wieder Zeit zum Baden und MIttagessen hatten.

Wäre das Wetter nicht so schlecht gewesen, hätte man das Baden und die tolle Aussicht besser geniessen können. Ausserdem waren neben uns noch ca. 30 andere Boote auf der gleichen Route unterwegs und das in der Nebensaison.

 

Penang

Nach einer weiteren, diesmal etwas längeren und zum Glück nicht ganz so kalten Bootsfahrt, erreichten wir den Hafen von Georgetown in Penang. Das Gebiet mit den günstigen Hotels befindet sich, wie so oft, in China Town.

Georgetown

In einem Tag kann man viel vom alten Georgetown sehen. Die wundervollen Häuser im Chinesischen Stil; Die Märkte; Die Tempel und die vielen Graffiti und anderen Kunstwerke in den Strassen. Will man auch noch die Pärke und das alte Fort am Wasser geniessen, dann plant man besser mehrere Tage in dieser schönen Stadt ein.

Schon alleine wegen der Vielfalt an guten Restaurants und Essensstände sollte man verweilen.

 

Taman Negara Pulau Pinang – Nationalpark

Als wir aus der Stadt raus wollten, stiegen wir in den lokalen Bus 101 in Richtung Teman Negara (Nationalpark). Das ist viel günstiger, als eine der überteuerten Touren zu buchen. Die Buse fahren mitten durch China Town und man kann im Bus bar bezahlen. Auch die Busse sind stark klimatisiert! Der Zugang zum Nationalpark ist gratis, es wird lediglich eine Registrierung verlang. Man könnte sogar mehrtägige Ausflüge im Park machen und mit dem Zelt am Strand übernachten. Da müsste man dann aber Nahrung und Getränke mitschleppen (und Mückenspray!).

Wir entschieden uns für die Wanderung durch den Urwald zum Monkey Beach und wieder zurück. Retour sind das ungefähr 6 Kilometer. In der Hitze ist das allerdings ziemlich schweisstreibend, dank dem Urwald aber mehrheitlich schattig. Man könnte auch mit einem kleinen Motorbot zum Monkey Beach fahren. Uns erschien die Wanderung aber bedeutend schöner und interessanter als der Strand.

 

 

Um Penang zu verlassen, konnten wir glücklicherweise auf eine weitere Fahrt in einer Tiefkühlfähre verzichten. Von Georgetown führt nämlich eine Brücke zum Festland. Wenn man denn am richtigen Busterminal steht und der gebuchte Bus auch tatsächlich endlich fährt, kann man sich gemütlich zurücklehnen und die Aussicht von der Brücke über die Stadt geniessen.

 


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