Tucuman

War es in Mendoza, La Rioja und Famatina schon heiss und die Gewitterneigung gross, übertrumpfte Tucuman noch einmal alles, was wir bisher erlebt hatten. Schon auf der Busfahrt erlebten wir nahe der Stadt ein Gewitter mit sintflutartigen Regengüssen, die die Strassen in reissende Bäche verwandelten. Die hohen Temperaturen und die grosse Luftfeuchtigkeit machten jeden Schritt anstrengend. Dafür war aber die Landschaft seit langem wieder einmal schön grün und es wuchs mehr als nur Dornengestrüpp.

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Strasse oder Fluss?

Vorgängig hatten wir wieder versucht Kontakt zu einigen Tandempiloten aufzunehmen und sie gefragt, was ein gutes Hotel für Gleitschirmpiloten wäre. Leider wollte niemand so richtig wissen wo wir hin sollen und auch die gewohnte Internetrecherche hatte nur eine für uns zu teure Pension hervorgebracht. So gingen wir nach der Ankunft in das einzige Hostel, welches wir bei unserer Suche gefunden hatten. Das Backpackers Tucuman liegt mitten in der Stadt, hat einen wunderbaren Innenhof inklusive Pingpong Tisch und wenn schon keine Klimaanlage dann wenigstens gute Ventilatoren in den Schlafzimmern.

Am ersten Abend mussten wir uns schon mit der Chemiekeule gegen die lästigen Mücken wehren, die einen hier zu hunderten angriffen.
Am nächsten Tag dann die Überraschung. Auf unsere Nachfrage, wie wir denn zum Treffpunkt der Piloten etwas ausserhalb der Stadt kämen, fragt uns der Typ im Hostel, ob wir denn den Besitzer schon kennen. Raul Le Fort fliegt selber, vor allem Tandem und erklärte uns, wie alles läuft in diesem wunderschönen Fluggebiet. Das Backpackers Tucuman wäre also das perfekte Hostel für Gleitschirmpiloten. Nur schade, dass man solche Informationen im Web nicht finden konnte.
Raul hatte uns versichert, dass man im Bus nach Yerba Buena, wo sich die Piloten am Morgen treffen, um dann gemeinsam raufzufahren, problemlos mit Bargeld bezahlen könne und keine dieser neuen Busfahrkarten mit Guthaben brauche. Leider stimmte dies seit drei Tagen nicht mehr. Ab dem 1. Februar 2015 kann man in Tucuman nur noch mit einer Prepaid Karte Bus fahren.
So standen wir ziemlich blöd da und nur dank einer netten Dame, die mit ihrer Karte zahlte, kamen wir rechtzeitig zum Treffpunkt.
Die Hügel hier sind alle bedeckt mit Wald und weit und breit sah man nur Grün. Eine willkommene Abwechslung für uns, waren wir uns beim Fliegen in letzter Zeit doch vor allem Brauntöne gewohnt. Dazu war es ein super Flugtag und wir konnten locker etwas auf Entdeckungstour gehen, bevor wir gegen 4 Uhr gemütlich in Richtung Landeplatz segelten, weil wir für den Abend einen Bus nach Iquique in Chile gebucht hatten.

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