Buenos Aires

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Frisch gelandet, aber ziemlich K.O.

Als wir nach unserem Nachtflug von Miami wenig erholt und noch ziemlich schläfrig durch den Flughafen von Buenos Aires stolpern wollen wir eigentlich nur möglichst schnell ins Hostel.
Unser Budget verbietet uns aber ein Taxi zu nehmen. Also auf zur Busstation, wo uns nach Ankunft des richtigen Busses mit Hand und Fuss und etwas Spanisch erklärt wird, dass man im Bus nur mit Moneda, also Münzen bezahlen kann. Zurück im Flughafen wird uns klar gemacht, dass es in Argentinien quasi keine Münzen gibt. Unsere einzige Chance sei eine sogenannte SUBE Card, eine Prepaidkarte, welche im Bus einfach an den Automaten gehalten wird, wo dann die 3,5 Pesos für eine Fahrt abgezogen werden. Leider reichen unsere Spanischkentnisse nicht aus um zu verstehen wo wir so eine Karte erhalten können und so tun wir uns mit einem Chilenen zusammen und teilen uns die Kosten für ein Taxi in die Stadt. Die Kosten von 130 Pesos (ca. 13 CHF) pro Person sind gerade noch erträglich und ersparen uns 2 Stunden Fahrt.

Den Rest des Tages schlendern wir auf Entdeckungstour durch die Strassen rund um unser Hostel Portal del Sur. Wir stellen fest, dass die SUBE Karten an jedem Kiosk erhältlich sind, auch im Flughafen

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I bi DER Gummiboum…

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Ausserdem gehen wir noch Geld wechseln. Argentinien hat seit einiger Zeit finanzielle Probleme, was sich darin zeigt, dass die Währung sehr schnell an Wert verliert. Um eine Währungsflucht zu verhindern ist es Argentiniern nur möglich Ausländische Währungen zu beziehen, wenn sie nachweislich in die Ferien reisen. Deshalb sind viele Argentinier dazu bereit, mehr als den Staatlich festgesetzten Wechselkurs zu bezahlen, um ihr Geld in einer stabilen Fremdwährung zu parken. Wir haben in Miami noch einiges an US$ bezogen, welche wir nun auf dem Schwarzmarkt zu einem vorteilhaften Wechselkurs umtauschen wollen. Tatsächlich hören wir, kaum sind wir in die Avenida Florida eingebogen, aus jeder Ecke “Cambio, Cambio” und lassen uns von einem Strohmann in einen Hauseingang führen, wo ein anderer Mann uns 100 US$ zu einem Kurs von 13 Pesos pro $ wechselt. Der offizielle Kurs liegt bei 8.5. Nach Inspektion der erhaltenen Banknoten gehen wir glücklich unseres Weges, zufrieden dass alles perfekt funktioniert hat. Wichtig beim inoffiziellen Geldwechsel ist, dass man nicht mehr als 200$ gleichzeitig wechselt, um nicht auf dem Rückweg überfallen zu werden und dass man sich vorher informiert, wie man gefälschte Banknoten erkennt. Die überall präsenten Polizisten interessieren sich übrigens überhaupt nicht für das illegale Geschäft, welches sich vor ihren Nasen abspielt.

Den Abend verbringen wir auf der Wunderschönen Dachterrasse des Hostels bei einigen Bier mit den anderen Gästen. An die grossen Literflaschen  gewöhnt man sich schnell.

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Abendstimmung auf der Dachterrasse unseres Hostels

Hier wird uns auch vom Überfall auf ein israelisches Mädchen am Morgen erzählt. Zwei Strassen von Hostel entfernt wurde sie mit dem Messer bedroht und alle ihre Wertsachen gestohlen. Wir schätzen uns glücklich, dass uns nicht passiert ist und nehmen von nun an nur noch das nötigste mit wenn wir durch die Strassen ziehen.

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Buenos Aires Law Scool. Ein wirklich erschlagendes Gebäude.

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Puente de la Mujer: Spannt den Bogen zwischen modernen Wolkenkratzern und alten Hafenanlagen

Die nächsten Tage nutzen wir unsere neu erstandene SUBE card um mit dem Bus und zu Fuss die Stadt zu erkunden. Hier gefällt es uns gut und wir entdecken viele schöne Plätze. In einem Park mit vielen schattenspendenden Bäumen können wir beobachten wie sportlich die Porteños sind. Zu hunderten laufen sie auf dem extra dafür angelegten Weg um den Park oder schwitzen im Outdoor Fitnesscenter. Die heissen Mittagsstunden verbringen wir im Schatten oder im Kino, viel zu heiss ist es um sich zu bewegen. Wenn die Sonne dann etwas tiefer steht bewegen wir uns durch den eindrücklichen Friedhof immer im Schatten der grossen Gruften, oder durch den Hafen wo Moderne Hochhäuser neben alten Hafenkränen und Bachsteingebäuden in den Himmel ragen. Hier wird deutlich, was Buenos Aires ihren Charme gibt. Die Mischung aus alt und neu gelingt sehr gut und gibt der Stadt Charakter.

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Marmorgräber im Friedhof La Recoletta

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Da hat sich jemand ein grosses Denkmal gesetzt

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Marktgetümmel am Sonntag

 

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Im Spiegel der Moderne

Man könnte lange Zeit hier verbringen und die Stadt besser kennen lernen, uns zieht es aber weiter nach La Cumbre, wo wir hoffen endlich zum Fliegen zu kommen. Nach einer lustigen gratis Spanischlektion im Hotel begeben wir uns zum Busbahnhof um die 12h Fahrt nach Cordoba in Angriff zu nehmen

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3 Kommentare zu “Buenos Aires

  1. Spannend, Danke fürs Teilen. Ich wünsche euch viele weitere interessante Erlebnisse und freue mich schon auf den nächsten Bericht.

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